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RUHR.2010: U-Boot-Schleichfahrt auf der Ruhr

RUHR.2010: U-Boot-Schleichfahrt auf der Ruhr

Link: Ruhr.2010: U-Boot-Schleichfahrt auf der Ruhr

U-Boot-Schleichfahrt auf der Ruhr: Das Boot misst in der Länge 18 m, in der Höhe 6,50 m und entstand aus 6 mm dicken Stahl auf der Meidericher Schiffswerft in Duisburg. Ein Schub- und Schleppkonvoi des Ruhrverbandes schiebt den 18 m langen Stahlkörper in Schleichfahrt von 3 km/h über die Ruhr stromaufwärts, damit er für die Kunstaktion Ruhr-Atoll auf dem Baldeneysee positioniert werden kann.

Im Rahmen der Vorbereitungen zum RUHR.2010-Kunstprojekt wurde das "U-Boot" des Kölner Künstlers Andreas M. Kaufmann von Duisburg auf den Essener Baldeneysee transportiert. Vom Hafenbecken der Meidericher Schiffswerft aus startete eine Schub-Einheit, um Kunstwerk durch drei Schleusen und über insgesamt ca. 30 km Wasserlauf zu bugsieren.

Das U-Boot kam als "Cabrio" die Ruhr hinauf und ging noch einmal kurz zur Endmontage in den Baldeney-Hafen des Ruhrverbandes. Grund: Bei einer Höhe von gesamt 6.50 m hätte das Kunstwerk nicht durch die Ruhrschleusen gepasst. So hatte man es mit abnehmbarer Spitze konstruiert, die auf den Turm mit dem markanten Kantschen Satz "Ich kann, weil ich will, was ich muss" aufgesetzt und verschraubt wird. Der U-Boot-Turm hat die atomar bewaffnete „Idaho“-Bootsklasse der US-Marine zum Vorbild. Der düstere Schiffskörper thematisiert den wirklichen und medialen Krieg um Öl und Ressourcen.

Das Kunst-Projekt Ruhr-Atoll wird am 12.05.2010 offiziell eröffnet. Auf dem Baldeneysee werden vier jeweils bis zu 300 Quadratmeter große Kunstinseln schwimmen. Jede der Inseln greift die Themenfelder Kunst− Wissenschaft / Energie − Ökologie auf:
- kontemplativ wie das "Teehaus" von Kazuo Katase und dem Architekten Michael Wilkens
- naturwissenschaftlich wie der "ICEBERG" von Andreas Kaiser und dem Physiker Lars Kindermann
- ironisch augenzwinkernd wie das "Projekt zur Rettung der natürlichen Ressourcen" von Ilya und Emilia Kabakov
- politisch wie das "U-Boot" von Andreas M. Kaufmann und Hans U. Reck.

Um die Objekte aus nächster Nähe zu erleben, können sich die Besucher auf Leihbooten unter Einsatz eigener Energie den Zugang zu den Inseln erarbeiten. Weitere Informationen unter www.ruhr-atoll.de